Welche Empfehlungen gibt es für den Umgang mit demenziell veränderten Menschen?

Es gibt keine allgemein gültigen - diese Erkrankung ist so individuell wie die Menschen selbst. Es gilt in erster Linie, sich so gut wie möglich auf die neue Situation einzustellen, und sich bewusst zu machen, dass diese sich ab dem Zeitpunkt der Diagnose fortwährend verändern wird.

Sich in die persönliche Lage und Welt eines Betroffenen hineinzuversetzen und herauszufinden, was ihm oder ihr gut tut, vermittelt ein möglichst hohes Maß an Sicherheit und Kontinuität im täglichen Ablauf.

Eine Demenz-Diagnose betrifft auch die pflegenden Angehörigen, auch sie gehen durch eine Phase von Ablehnung und Schmerz. Sich über die Demenz und deren mögliche Symptome zu informieren baut Ängste und Unsicherheiten ab und erleichtert den Umgang mit Betroffenen. Frühzeitig für Unterstützung und Auszeiten zu sorgen ist wichtig für das Gelingen der Betreuung zu Hause.

Wichtig ist es, vorhandene Fähigkeiten der erkrankten Person so lange wie möglich aufrechtzuerhalten und zu fördern. Das erleichtert zum einen den Ablauf vieler Tätigkeiten, vor allem aber behält der Betroffene sein Selbstwertgefühl.

Die Umgebung sollte dem Zustand der demenziell veränderten Menschen angepasst werden, alle möglichen Gefahrenquellen sollten beseitigt werden, aber auch auf das Verbleiben vertrauter und geliebter Gegenstände ist zu achten.

Es ist wichtig, den Betroffenen einen möglichst konstanten Tagesablauf zu sichern, sie aber auch in Tätigkeiten und Aktivitäten mit einzubeziehen. Wo immer möglich soll ihre Selbstbestimmung gefördert werden.

Die menschliche Hinwendung, die den Menschen mit Demenz so annimmt wie er ist, ohne ihn zu kritisieren, zu verbessern oder gar zu überfordern, ist gewiss der beste Leitfaden für den Umgang mit Betroffenen.