Aktion Demenz Bludenz
Die Stadt Bludenz ist seit dem Jahr 2013 Teil der Aktion Demenz. In diesen Jahren sind bereits viele wichtige Angebote entstanden, die sowohl die Bevölkerung für das Thema sensibilisieren, als auch den Betroffenen Teilhabe anbietet. Ein besonderes Highlight ist eine jährlich stattfindende Messe für Menschen mit Demenz, meist rund um den Weltalzheimertag. Bludenz betreibt seit 2024 auch ein wöchentliches Demenzcafé, in dem sich Menschen, die das Vergessen schon etwas besser kennen, austauschen und ein Stück Normalität erleben können.
Adam Zehenter über seine Arbeit in Bludenz:
"Ich selbst bin erst seit kurzem Teil der Aktion Demenz, kann aber in Bludenz einiges erkennen, was Melissa Jankowitsch (Leiterin der Sozialabteilung) erreicht hat. Besonders schön finde ich die Angebote rund um den Welt-Alzheimer-Tag. Vom Kinofilm über einen Vortrag bis hin zu einem Gottesdienst ist alles dabei. Das finde ich ein schönes Signal von der Stadt Bludenz an die Betroffenen und deren Angehörige.
Ich glaube, dass Menschen, die mit zunehmenden Demenz-Symptomen zu kämpfen haben, oft das Gefühl von Handlungsunfähigkeit bekommen. Deshalb finde ich Angebote, die die Handlungsfähigkeit bestärken, äußerst wichtig. Ein Beispiel hierfür wäre wohl der Frühstücksgruß der Aktion Demenz. An diesem Tag bekommen die Betroffenen eine Möglichkeit, selbstständig etwas für ihre pflegenden Angehörigen zu tun. Gerade ältere Menschen sind es gewohnt, durch ihr eigenes Handeln etwas zu bewegen. Sie kommen aus einer Zeit, wo der gesellschaftliche Wohlstand noch nicht so ausgeprägt war und jeder etwas beitragen musste. Dieses Gefühl der Eigenmächtigkeit würde ich gerne stärken.
Die größte Aufgabe sehe ich im gesellschaftlichen Umgang. Demenz ist zwar mittlerweile bekannt und jeder kann sich etwas darunter vorstellen, und doch haben die meisten Menschen keinen direkten Kontakt mit Betroffenen. Ich habe das Gefühl, dass viele denken, dass mit einer Demenzerkrankung eine Art von Unzurechnungsfähigkeit einher geht. Tatsache ist aber, dass Betroffene nicht immer in Watte gepackt werden wollen und durchaus noch selbstständig denken können. Die Gesellschaft muss lernen erkennen zu können, wann die Betroffenen Hilfe benötigen und – genauso wichtig – wann das nicht der Fall ist.
Unser Ziel ist es, der Gesellschaft ein besseres Bewusstsein und einen besseren Umgang mit Menschen mit Demenz zu vermitteln. Außerdem soll es zusätzliche Angebote geben, welche auch die pflegenden Angehörigen entlasten."

Adam Zehentner
Gesundheit, Soziales
Amt der Stadt Bludenz
Werdenbergerstraße 42
6700 Bludenz
+43 (0)5552 63621-243
adam.zehentner(at)bludenz.at
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