Humor in der Pflege

Humor hat die magische Fähigkeit, angespannte Situationen zu entschärfen und neue Türen zu öffnen. Dass Humor auch im Pflegealltag hilfreich sein kann, bewies der diplomierte Pflegefachmann und Begegnungsclown Marcel Briand im Herbst 2019 in vier Pflegeheimen Vorarlbergs.

 

Marcel Briand ist seit vielen Jahren in der Altenpflege und der Hospizarbeit tätig und weiß, welche Herausforderungen gerade mit Menschen mit Demenz immer wieder zu Pattsituationen führen können. Frustration und teilweise heftige Emotionen können den Alltag für alle Beteiligten erschweren, weil Missverständnisse, Sprachlosigkeit und Überforderung ständige Begleiter sind, egal ob in der Pflege zu Hause oder in einem Pflegeheim. Er absolvierte eine Ausbildung zum Clown und erprobte seine neuen Fähigkeiten sogleich im beruflichen Tagesablauf. Er brachte es mit überraschenden Interventionen fertig, dass er Menschen, die teilweise schon lange nicht mehr auf Ansprache reagierten, aus der Reserve locken konnte. Plötzlich erschien ein Lächeln auf dem Gesicht eines Mannes, der seit Wochen in sich versunken geblieben war, oder eine ältere Dame ließ sich bereitwillig baden, weil er sie zum Lachen brachte. Die Erlebnisse mit den Bewohnerinnen und Bewohnern waren derart überzeugend, dass Marcel Briand beschloss, einen neuen beruflichen Schwerpunkt zu setzen und sich fortan mit dem Humor in der Pflege auseinander zu setzen.

Seither hält Marcel Briand Vorträge und bietet Fortbildungen an, um die Pflegefachkräfte im Alltag zu inspirieren – oder bei seinem Vortrag „Von unverschämter Achtsamkeit“ auch für pflegende Angehörige neue Impulse zu setzen. Wir danken dem Haus Klosterreben in Rankweil für die Erlaubnis, die berührenden Momente dieses besonderen Tages mit der Kamera zu begleiten.

Nähere Informationen zu Marcel Briand finden Sie auf seiner homepage www.nachttopf.ch